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Success stories

 

Vom Amboss zum laser

Mit innovativen und flexiblen Systemen wie dem Rohrlaser fertigt das spanische Unternehmen Ideas en Metal Rohrkonstruktionen aus Metall für Fertigungshallen und Sportanlagen


Bei dem Gedanken an Firmengründung werden sehr häufig die grundlegendsten Dinge außer Acht gelassen: Vision und Risikobereitschaft. Ideas en Metal aus dem spanischen Gijon trägt im Firmennamen die Vision "Umwandlung von Ideen in Metallprodukte" und verbindet diese mit der Eigenschaft der Risikofreudigkeit. Ideas en Metal ist die jüngste Firma von José Antonio Hevia Corte, der diese im Jahr 2000 gründete, um Rohrkonstruktionen aus Metall für industrielle Fertigungshallen und Sportanlagen herzustellen. Hevia ist ein alteingesessener Unternehmer, der vor 61 Jahren mit der Blechbearbeitung begann, als man für das Biegen der Bleche noch Ambosse verwendete und für das Schneiden von Hand betriebene Guillotinescheren. Heute lächelt er angesichts der tiefgreifenden Veränderungen, deren Zeuge er geworden ist. Doch ins Staunen gerät er noch immer, wenn er die Rohrlasersysteme im Einsatz sieht, die er in seinem Werk installiert hat. "Das Laserschneiden erstaunt dich immer wieder wie beim ersten Mal, auch wenn du es bereits kennst. Es benötigt keine Werkzeuge, es ist eine Universalmaschine, die es erlaubt, alles herzustellen was wir wollen, ohne an eine bestimmte Branche oder Anwendung gebunden zu sein."

 

Von der Idee zum Produkt


Rohrkonstruktion für den Bau von Gebäuden

"Aus diesem Unternehmenskonzept heraus entstand Ideas en Metal", erklärt Juan José del Campo Gorostidi, geschäftsführendes Verwaltungsratsmitglied der Firma. "Von Anfang an waren wir entschlossen, ein Produktangebot zu entwickeln, das es bisher so nicht gab, Rohrkonstruktionen für Fertigungshallen. Und um diese herzustellen, haben wir innovative und flexible Produktionssysteme wie den Rohrlaser und das robotisierte Schweißen gewählt. Unsere Maschinen sind äußerst flexibel und passen sich dem Markt problemlos an. So haben wir die Möglichkeit, jede neue Gelegenheit zu ergreifen, ohne die Struktur des Produktionsprozesses überarbeiten zu müssen. So zum Beispiel bei Halterungen für Sonnenkollektoren. Der Markt erlaubt heutzutage keine Spezialisierungen auf bestimmte Produktlinien; angesichts der Lebensdauern und rapiden Veränderungen war keine andere strategische Entscheidung möglich. Zusätzlich zu den flexiblen Maschinen haben wir in Entwurf und Industrialisierung investiert und diese vollständig integriert. Von der Idee zum (Metall-)Produkt eben." "Mit unserem installierten Maschinenpark mit drei Rohrlasern (einer LT651, einer LT712 und einer Jumbo) für Rohre von 12 bis 508 mm, zwei Rohrbiegemaschinen für Durchmesser bis 130 mm, Schweißrobotern und Flachlasersystemen für Bleche decken wir im Großen und Ganzen vier Tätigkeitsbereiche ab: die bereits genannten Konstruktionen für Fertigungshallen, die Zuliefertätigkeit, die Bearbeitungen und Montage von Blechen und Rohren verbindet, den Bereich der erneuerbaren Energien sowie Eigenprodukte."

 

Der Produktions-Showroom


3D-Laserschneiden von Rundrohr

Der Maschinenpark ist beeindruckend und sucht nicht nur in Spanien sondern in vielen europäischen Ländern seinesgleichen. Mit der Jumbo gelingt es dem Unternehmen beispielsweise, Rohre bis 508 mm oder offene Profile ab einer Länge von 12 m mit dem Laser zu schneiden und so neue Anwendungen zu ermöglichen, für die der Laser gerade erst entdeckt wurde. Ebenso stellt die Fähigkeit, bereits ab dem Entwurf Rohr- und Blechelemente zu kombinieren, einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar, den nur wenige Blechzulieferer kennen und anbieten können. Das Werk von Ideas en Metal stellt einen Showroom für solche Anwendungen dar. "Den ersten Rohlaser den wir kauften benötigten wir für den Bau der Anlage, in der wir uns befinden", erinnert sich Hevia Corte. "Wie hätten wir auch ein Produkt auf dem Markt anbieten können, das wir selbst nicht verwendeten? Es handelt sich um eine sehr vorteilhafte Konstruktionslösung, die die Arbeit auf der Baustelle völlig verändert. Die Konstruktionen sind ideal für große Flächen, bei denen keine Säulen benötigt werden, sie sind leicht zu montieren, da die Arbeit völlig sicher am Boden durchgeführt wird, sie werden mit Hydraulik-Hebern angehoben und sind gleichzeitig leicht und widerstandsfähig. Eine technische Lösung, die sich mittlerweile sehr schnell verbreitet."

 

“La novia”


Halbzeuge für den Konstruktionsbereich

Ideas en Metal ist in vielerlei Hinsicht eine untypische Fabrik. Jede Maschine hat einen Namen. Die Rohrbiegemaschine DYNAM4 von BLM wurde wegen ihrer kurvenreichen Bewegungen beispielsweise in "la novia" ("die Verlobte") umbenannt. Die Rohrlaser tragen den Namen eines großen asturischen Unternehmers, mit dem Hevia persönlich befreundet ist. Dies könnte wie eine Marotte aus alten Zeiten wirken, aber Hevia verweist auf seine Unternehmenskultur: "Menschen arbeiten und erschaffen etwas, aber sie dauern nicht ewig. Die Fabrik dagegen, als Ort des Wirkens und der Umwandlung, kann weitergeführt und stetig verbessert werden, so dass sie aktuell bleibt. So löst sie sich vom Leben der Personen und überlebt diese." Mit seinen 75 Jahren hört Hevia Corte noch nicht auf zu staunen und denkt bereits über ein neues Projekt nach. Doch er spricht nur hinter vorgehaltener Hand darüber. "Ich arbeite daran. Es ist geplant für 2010."

 
 
 
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