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Success stories

 

Die Erfolgsmethode in der Luftfahrtindustrie heißt All-electric

Bei der englischen Firma Freeman & Proctor erfüllen All-electric-Rohrbieger von BLM die SCIRA „Best Practice“-Richtlinien


Die Firma Freeman & Proctor ist spezialisiert auf die Produktion und Montage von Rohrbauteilen vor allem für die Luftfahrtindustrie. In einem 3.000 m2 großen Werk im englischen Nuneaton, das mit einer beeindruckenden Zahl an Maschinen und Zubehör ausgestattet ist, werden verschiedene Bauteile auch mit Materialabtragung hergestellt. Diese werden anschließend geschweißt oder gelötet, geschnitten und unter Hochdruck gebogen - alles unter Einhaltung der strengsten Toleranzen einer Qualitätskontrolle wie sie für Zulieferer der Luftfahrtindustrie typisch ist.

Freeman & Proctor wurde 1949 gegründet und produziert Bauteile wie Hochdruck-Kraftstoffleitungen, Hydraulikrohre und Rohre für elektrische Leitungen, zudem montierte Rohrbauteile wie Sammelleitungen für Kraftstoff oder für Luftverdichtungsanlagen, hochdynamische Federungen für Rennwägen und Einspritzrohre für V8 Twin-Turbo-Motoren. In diesem Zusammenhang spricht Managing Director Roy Collett seit der Installation des All-electric-Rohrbiegers BLM E-TURN ET52 von "World Best Practice".

 

Vorschriftsmäßige Qualität und Zeitrahmen


Für den Weltraumbereich werden sehr hohe Qualitätsniveaus gefordert

Als Mitglied der Society of British Aerospace Companies (SBAC) hat Freeman & Proctor das Know-how für die Entwicklung komplexer Bauteile für Flugkontrollsysteme, sowie die Fähigkeit, Rohre für die Luftfahrtindustrie zu entwerfen, entwickeln und herzustellen. Das Unternehmen liefert integrierte Systeme und Know-how für das Projektmanagement, sowie Kundendienst von der Entwurfsphase an. Und all das entsprechend der Norm AS 9100, in der die Systeme zur Qualitätssteuerung im Flugzeugbau standardisiert wurden, und die weitgehend von allen großen Herstellern eingehalten wird. Für diese Hersteller ist die Einhaltung der Norm AS 9100 Bedingung für eine Zusammenarbeit mit ihren Zulieferern.

Freeman & Proctor ist zudem dem Programm SCIRA verpflichtet, das sich um eine Verbesserung der Ergebnisse von Supply Chains in der Luftfahrtindustrie bemüht, indem unnötige Verbräuche verhindert werden und der Werttransfer maximiert wird. Die enge Zusammenarbeit der Supply Chain innerhalb und außerhalb der Unternehmen der Luftfahrtindustrie ist als Schlüsselfaktor anzusehen, dank dessen es England gelungen ist, sich im Wettbewerb zu behaupten und seinen Anteil am Weltmarkt zu steigern. Aus diesem Grund sind die Richtlinien der SCIRA Erfolgsmethode die Grundlage für gute Zusammenarbeit sowie für die Produktionseffizienz, die Freeman & Proctor über die Jahre entwickelt hat.

"In unserer Branche haben wir keinen Schutz des geistigen Eigentums wie er in anderen Bereichen üblich ist. Aber wir haben Nischenfähigkeiten entwickelt und legen dabei insbesondere Wert auf die Lieferzeiten", so Roy Collett. "Unsere Mission ist es, den Kunden das Vertrauen und die Sicherheit zu schenken, dass Freeman & Proctor sie bei Langzeitverträgen unterstützt. Dies tun wir durch Maschinen und Systeme, die garantieren, dass die erzeugten Bauteile von der ersten Lieferung an den Erwartungen entsprechen, zu 100% kontrolliert sind und innerhalb der vereinbarten Zeiten geliefert werden."

 

Komplexe 3D-Formen


Biegeanwendung für Fittings

Das Haupttätigkeit von Freeman & Proctor bei der Belieferung der Luftfahrtindustrie liegt in der Herstellung von Bauteilen komplexer dreidimensionaler Konfiguration aus schwer zu bearbeitenden Materialien und in sehr kleinen Losgrößen. Auf konventionellen Rohrbiegemaschinen mit Hydraulikantrieb kann die Feineinstellung bis zu zwei Stunden dauern und ist stark vom Know-how und der Erfahrung des Bedieners abhängig.

Der elektrische Rohrbieger E-TURN52 dagegen ermöglicht den Einsatz von Werkzeugstapeln, die auf beiden Werkzeugköpfen vormontiert sind. So können sechs verschiedene Rohrdurchmesser bearbeitet werden, ohne dass Einbußen durch Feineinstellungen bei Wechsel des Durchmessers entstehen.

Der Rohrbieger E-TURN52, der im November 2007 installiert wurde, ist die leistungsstärkste Version der Modellreihe, die Durchmesser von 6 bis 52 mm bearbeitet und Eisen- sowie Nichteisenmetalle, einschließlich Inox-Stahl und Titaniumlegierungen biegen kann. Der Biegekopf der E-TURN52 ist um 180° drehbar und führt so Bearbeitungen in beiden Biegerichtungen durch, in automatischem Zyklus und mit Achstoleranzen von ± 0,01 mm/°.

"Die niedrigen Kosten in den Schwellenländern haben uns dazu motiviert, komplexere Bauteile zu entwickeln", erklärt Roy Collett. "Wir setzen Rohre mit größeren Durchmessern und höherer Komplexität ein, für die die E-TURN52 bestens geeignet ist. Der konstante Zufluss von Aufträgen erlaubt es uns, Investitionen zu planen, aber ich möchte uns darüber hinaus neue Betätigungsgebiete erschließen, indem wir die Kunden dazu einladen, die Maschine im Einsatz zu sehen und somit das zusätzliche Potential zu erkennen."

Mit komplexen Bauteilen sind Radien von 1D oder weniger gemeint, die auf der E-TURN52 dank des Einsatzes einer Stoßvorrichtung mit modulierbarer Leistung gefertigt werden können. So werden Spuren am teuren und wertvollen Material vermieden. Dies ist möglich durch eine elektrische Kontrolle des Drehmoments der Achsen, die eine Anpassung der Leistung an die jeweiligen Produktionserfordernisse erlaubt.

 

Weniger Maschinenstillstände


Das Performace-Niveau, das die E-TURN52 von anderen Systemen abhebt, die Steuerung mit 12 Achsen und die Programmierungssoftware Visual Graphic Programming (VGP) senken die Feineinstellungszeiten beträchtlich. Alle Parameter sind gespeichert und können aufgerufen werden, ohne dass zusätzliche manuelle Einstellungen nötig sind.

Die elektrischen Achsen positionieren sich automatisch, und die Bauteile werden in nur einem Schritt fehlerfrei hergestellt. Zudem sind sie innerhalb desselben Loses wiederholgenau, ohne von den Fähigkeiten des Bedieners abhängig zu sein. Ein vollständiger Programmwechsel erfolgt in 2 - 3 Minuten mit automatischer Einstellung. Dies stellt einen erheblichen Vorteil bei wiederholten Aufträgen dar. Der Bediener muss lediglich das gespeicherte Programm aufrufen und kann sicher sein, dass keine Prüfung der Feineinstellungen nötig ist und somit kein unnötiger Materialverbrauch auftreten wird. Dieser Mehrradien-Rohrbieger erfordert weniger Werkzeugwechsel und somit weniger Maschinenstillstände.

Das Programm VGP3D ermöglicht das Erkennen möglicher Kollisionen in der Zykluszeit. Zudem arbeitet das Modell wie alle All-electric-Maschinen von BLM umweltschonend und mit geringem Energieverbrauch, da elektrische Leistung lediglich während der Bewegung der Achsen benötigt wird. Somit liegt der Bedarf bei 10% im Vergleich zu hydraulischen Maschinen.

"Bevor wir die Maschine bei BLM bestellt haben, haben wir andere Kunden gefragt, wie sie damit zurechtgekommen waren. Wir sind zufrieden darüber, dass wir auch beträchtliche Unterstützung in der Installationsphase und bei Inbetriebnahme der Maschine erhalten haben", so Roy Collett. "Wenn alles nach Plan läuft, werden wir bald noch eine weitere benötigen."

 
 
 
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