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Success stories

 

Die Ästhetik des Laserschneidens

Dank Einsatz des Lasers ist die tschechische Firma Hon-Nabytek s.r.o. zusätzlich zur Produktion von Büromöbeln nun auch als reiner Zulieferer tätig


Laseranwendung im Einrichtungsbereich

Wir befinden uns außerhalb der tschechischen Stadt Opava, wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Die Straße, auf der wir hierher gefahren sind, hat uns durch eine Landschaft von außergewöhnlicher Schönheit geführt. Im dicht fallenden Schnee wechselten sich kilometerlang Wälder und Lichtungen ab, und angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit war das einzige Lebewesen, dem wir begegneten, ein Hirschkalb, das plötzlich am Straßenrand auftauchte, um verstört über die Straße zu laufen und uns zu einer abrupten Vollbremsung zu zwingen. In Anbetracht der umliegenden Landschaft verwundert es nicht, dass das Unternehmen, das wir besuchen, seine Tätigkeit im Bereich der Herstellung von Holzmöbeln begann und fortentwickelte. Der Werksleiter und Teilhaber Jan Kahle erklärt uns, dass Hon-Nabytek im Jahr 1924 gegründet wurde und sich mit der Zeit auf Büromobiliar spezialisierte, welches die Firma heute unter der Marke HOBIS produziert und vermarktet. Heute ist HON j.s. ein aus mehreren Unternehmen bestehender Konzern, zu dem neben Hon-Nabytek s.r.o. auch die in Prag ansässige Firma Nabytek EXNER s.r.o. gehört, die ebenfalls Büromöbel herstellt und vertreibt, sowie HON-Kovo s.r.o., Hersteller von Bauteilen und Halbfertigteilen für die beiden Schwesterfirmen. In seiner Gesamtheit ist der HON-Konzern der größte Möbelhersteller in der Tschechischen Republik mit einem Jahresumsatz von 350 Millionen Euro und 170 Mitarbeitern. Jede Woche verlassen allein das Werk in Opava 100 Tonnen an Einrichtungsgegenständen.

 

Vom Holz zum Metall


Die Verwendung von Metall bei der Herstellung von Einrichtungsgegenständen begann, als immer höhere Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit einiger technischer Elemente von Büromöbeln gestellt wurden, und diese Entwicklung verlief nicht ganz schmerzlos. Anfangs wurden die Metallbauteile von außen zugekauft, doch dies brachte eine Vielzahl von Problemen mit sich. Nicht immer eingehaltene Toleranzen und unterschiedliche Qualitäten gleicher Lose, die von verschiedenen Zulieferern hergestellt wurden, machten intern komplexe Korrektur- und Instandsetzungsmaßnahmen nötig. Die Schwierigkeit lag darin, dass, während die Holzbauteile bereits auf NC-gesteuerten Maschinen hergestellt wurden und somit extrem präzise waren, die Metallbauteile dagegen noch per Hand gefertigt wurden und oft nicht in korrektem Zustand waren, insbesondere bei der Herstellung großer, miteinander verbundener Blöcke. Zudem dienten die Metallbauteile anfangs nur dazu, die Struktur zu verstärken, sie sollten jedoch nicht sichtbar sein. Mit der Zeit ließen sie sich jedoch immer weniger verbergen und wurden vielmehr zu einem Teil der Ästhetik und benötigten daher ein exzellentes Finish. Auch aus diesem Grund wurde der Einsatz des Lasers nötig.

 

Einführung des Lasers


Im Jahr 2006 wurden ein Rohrlaser LT 120 sowie eine ADILAS-Maschine zum Schneiden von Blechen in die Fertigung eingeführt und brachten verschiedene Verbesserungen: höhere Präzision, Senkung der Produktionskosten und Innovationen beim Entwurf der Einrichtungsgegenstände. Die erhöhte Produktivität der Lasermaschinen machte es möglich, einen Teil der Produktion auf Bearbeitungen für Rechnung Dritter umzustellen, welche mittlerweile etwa die Hälfte der Gesamtproduktion darstellen. Es werden Werkstücke für verschiedenste Branchen hergestellt, von Landwirtschaftsmaschinen, einem in der Region verbreiteten Industriezweig, bis hin zur mechanischen Industrie im Allgemeinen. Die Einführung des Lasers ermöglichte auch die Entwicklung neuer Ideen, die bald in einer neuen Möbellinie ihre Verwirklichung finden werden. Diese wird gerade vom Konstruktionsbüro ausgearbeitet, und der Laser stellt hierbei einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenzfirmen dar. Die Lösungen, die im Werk umgesetzt werden, umfassen nicht nur außerordentlich einfallsreiche, effiziente Verbindungen, sondern garantieren zudem eine extrem schnelle Montage.

 

Zum fertigen Produkt aus Blech und Rohr


fertige Rohrtische

Die momentan herrschende schwierige globale Lage erlebt man hier ohne große Sorge. Der Konzern ist an zweistellige Wachstumsraten gewöhnt (18% in den vergangenen Jahren), und auch 2008 wurde ein Wachstum verzeichnet, das nur leicht unter 10% lag. Die Möbelbranche leidet in der Tat unter der Krise, doch der Bereich der Bearbeitungen für Rechnung Dritter wächst weiter. Die Stärke liegt in der Fähigkeit, ein hochqualitatives fertiges Produkt durch Bearbeitung von Blechen und Rohren zu liefern.

 
 
 
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